Ein besonderes Jubiläum konnte der Freundeskreis der Abtei Frauenwörth im Chiemsee in der klostereigenen Aula feiern. Seit 30 Jahren besteht dieser Verein zur Förderung von Konvent und Kloster, seine primäre Aufgabe ist es dabei, mit Finanzmitteln zu helfen. Hierzu konnten bei der diesjährigen Mitgliederversammlung Äbtissin Johanna Mayer, OSB, Fördervereins-Vorsitzende Annemarie Biechl und Schatzmeister Martin Weichselgartner erfreuliche Zahlen bekannt geben.

Zu Beginn galt es, den Verstorbenen des Vereins mit derzeit 826 Mitgliedern zu gedenken. Ein besonderes Gedenken galt dem vormaligen Schatzmeister, Bayernbund-Vorsitzenden und Landtagsabgeordneten Adolf Dinglreiter und dem Ehrenvorsitzenden Alois Glück. Der frühere Präsident des Bayerischen Landtags war es, der vor 30 Jahren in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zusammen mit dem Priener Bürgermeister Lorenz Kollmannsberger und dem Münchner Messechef Gerd vom Hövel die Initiative zur Fördervereinsgründung ergriff. Seither konnte viel bewegt werden. Annemarie Biechl, seit 14 Jahren Vorsitzende als Nachfolgerin von Alois Glück, erinnerte für ihre Amtszeit unter anderem an die Behebung von Gebäudeschäden nach einem heftigen Hagel-Unwetter, an ein erfolgreiches „Fenster-Sanierungs-Projekt“ mit starker Unterstützung des Bayernbundes, an die Erneuerung der Chor-Kapelle und des Türmchens auf der Klosterkirche sowie an notwendige Investitionen für Abwasser und Heizung. Derzeit befindet sich das Gästehaus Scholastica im Zuge einer grundlegenden Sanierung auf der Zielgeraden – wie Schwester Elisabeth als bauzuständiges Mitglied des Konvents informierte. Der Freundeskreis zählt zu seinen Aufgaben auch die Durchführung von Informationsfahrten zu Stätten des Benediktiner-Klosters, die noch vor der Säkularisation zu den klostereigenen Ländereien gehörten. Zuletzt führten solche Erkundungsfahrten zu den Wurzeln des Klosters nach Buch am Erlbach, nach Salzburg und ins Ötztal. Vorgesehen sind noch Fahrten nach Kremsmünster und nach Südtirol.

Schatzmeister´s hochgeschätzte Zahlen

25 Euro kostet der jährliche Pflichtbeitrag, die Mitgliedschaft beim Verein der Freunde der Abtei der Benediktinerinnen Frauenwörth im Chiemsee, oft werden sogar höhere Jahresbeiträge als regelmäßige Spenden vereinbart. Die Mitgliedsbeiträge und viele Spenden waren auch das Fundament des Finanzberichtes von Schatzmeister Martin Weichselgartner. Dieser verwies dabei noch auf direkte und große Spenden an das Kloster: Eine Spende von meine Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim in Höhe von 150.000 Euro sowie von 250.000 Euro aus dem Bayerischen Staatshaushalt, wofür sich vor allem Zweiter Fördervereins-Vorsitzender Klaus Stöttner und dessen Nachfolger als Landtagsabgeordneter Daniel Artmann eingesetzt hatten. Aufgrund eines vormittäglichen Beschlusses konnte der Schatzmeister noch bekannt geben, dass für dieses Jahr vom Freundeskreis 60.000 Euro an das Kloster überwiesen werden können.  Insgesamt – so Vorsitzende Annemarie Biechl – konnten allein vom Förderverein in den letzten 30 Jahren an das Kloster 1,634 Millionen Euro weitergegeben werden, viele zusätzliche Spenden erfolgten an das Kloster direkt aufgrund der Vereinsaktivitäten. Zufriedenstellend wie das Vereins- und Spenden-Ergebnis war auch der Prüfungsbericht, vorgetragen von Dietrich Sailer auch namens von Dr. Helmut Wittmann, dem die Vorsitzende noch mit einem Insel-Präsent zum 80. Geburtstag gratulieren konnte. Die musikalische Gestaltung der Versammlungsfeier übernahm Harfinistin Liesi Huber vom Trachtenverein Wildenwart, für die kulinarische Versorgung stellten sich ehrenamtlich die Bäuerinnen aus Greimharting und Umgebung  sowie Franz Stettner als Getränkespender zur Verfügung (über die Ausführungen der Äbtissin zum Kloster und über den Vortrag vom Bayerischen Landesamt für Denkmalspflege berichten wir noch gesondert).  

© Freundeskreis Frauenwörth

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